Maratua Atoll - die Nabucco Islands
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Schwierigkeiteinfach-mittel
Sichtweiten5-30m
Tiefe5-40m
Strömungwenig-viel
Wassertemp.27-30C°
Beste ZeitMrz-Nov
Im WasserAn Land
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Maratua Atoll - die Nabucco Islands
Asien - Indonesien
Auf den drei Inseln im Maratua-Atoll vor Borneo werden nicht Verdis Opern geschmettert, sondern es wird vorzüglich von Öko-Resorts aus getaucht. Nicht weit entfernt liegen alte Bekannte: Sangalaki, Kakaban und Derawan.
Vor Ost-Kalimantan im indonesischen Teil Borneos läuft seit 2001 eine kleine Erfolgsgeschichte in Form von ökologisch konzipierten Tauchresorts auf maledivenähnlichen Inselchen ab: ein agiler Schwabe hat seinen Ideen mit einem Architekten zusammen freien Lauf gelassen und als erstes das mittlerweile bekannte Nabucco- Resort gebaut. Da das Tauchrevier alles andere als von schlechten Eltern ist und die Anlage modern und schnuckelig umgesetzt wurde, war die Insel meist vom Neoprenvolk trotz langer Anreise gut besucht. Der Erfolg ist dem cleveren Schwaben nicht zu Kopf gestiegen und er hat sich nicht ausgeruht, sondern getreu der Nationalhymne des Musterländles, „schaffe, schaffe Häusle baue“ machte er sich ein paar Jahre später erneut auf die Suche nach einer geeigneten Insel in dem großen Atoll, um sein erfolgreiches Konzept fortzusetzen. Ganz im Südosten wurde er fündig und plante erneut: heraus kam Nabucco`s Nunukan Island Resort. Nicht genug, aller guten Dinge sind drei: neben Nunukan ist auf der Nachbarinsel Bakungan ein weiteres Nabucco- Projekt bereits in Vorbereitung, und die beiden Inseln wurden schon mit einem 1 km langen Steg verbunden. Ganz nebenbei: unser Schwabe ist mittlerweile ein Global-Player in Sachen Nabucco-Tauchresorts, eine bahnbrechende Idee im Tauchtourismus, die durch eine Vision entstand. Chapeau!
Über Balikpapan in Borneo, einem Weiterflug nach Berau und einem anschließenden dreistündigen Bootstransfer erreicht man das Atoll. In dessen Osten liegt Nabucco, auf indonesisch Pulau Pabahanan Maratua Berau Kalimantan, kurz die "Insel der Korallen". Dass sich ökologisches Denken und ein gewisser Luxus selbst auf einer Miniinsel nicht ausschließen, zeigt sich gleich bestens auf dem nur 20 000m² kleinen Nabucco Island: umweltverträgliche Abwasserentsorgung, eigene Süßwasseraufbereitung, Regenwasser-Sammelsysteme, Warmwassergewinnung durch Solarenergie und ein landestypischer Baustil mit einheimischen Hölzern. Die Lage der Stelzenbungalows wurden nach den Vorgaben der Natur geplant, keine einzige Palme wurde geköpft. Ganz im Gegenteil, sie wurden als wichtiges gestalterisches Element genutzt: So entstand das kleine Taucherparadies, das im Nu weltweit bekannt wurde, in erster Linie natürlich wegen den exzellenten Tauchrevieren im näheren Umkreis.
Um die Insel Maratua und ihrer riesigen Lagune fällt die Celebessee stellenweise bis 2000m tief ab. Im Osten der Lagune sind kleine Inselchen, dazwischen liegen einige interessante Kanäle. Taucher wissen: wo Strömung ist, herrscht auch meist ein immenses maritimes Leben. Einen davon tauften Guides und Einheimische mit dem vollmundigen Namen Big Fish Country. Hunderte, wenn nicht sogar tausende Barrakudas versammeln sich davor und bilden eine permanent rotierende, riesige Fischkugel. Ab und zu löst sich der kugelige Verband auf und zieht sich im Kanal in die Länge. Minutenlang ziehen dann an den Tauchern die silbern glänzenden Leiber der schnellen Jäger vorbei- ein tolles Naturschauspiel. Auch andere Jäger wie Haie und Makrelen lieben die Meerenge, es ist immer was geboten, man muss sich einfach nur treiben lassen.
Relativ fix erreicht man andere Spots von der Insel aus: In Höhlen schlummern Ammenhaie und Weißspitzenhaie, an den Riffen ziehen manchmal Graue Riffhaie, Leoparden- oder Fuchshaie vorbei, Makrelen und Thunfische gehören wie selbstverständlich dazu. Ein Markenzeichen des Maratua-Atolls sind große Schildkröten, an die man mit Vorsicht recht nahe herankommt. Die Freunde des Nahbereichs müssen bezüglich Nacktschnecken, Skorpionsfischen, Miniseepferdchen, Anglerfischen und anderen fotografischen Leckerbissen nicht lange suchen, die Guides haben diverse Spots dafür.
Etwas länger dauert die Bootsfahrt nach Sangalaki. Nach einer Stunde hat man die Mantainsel erreicht, an der dann meist 2-3 Mal während des Tagesausfluges abgetaucht wird. Fast das ganze Jahr über pflügen dort die großen Rochen das Meer nach Fressbarem um, Guides sollen schon über 80 Tiere während eines Tauchganges gesehen haben. Schildkröten lieben die Insel ebenso und legen hier ihre Eier ab. Noch einen Schlag weiter liegt die Insel Derawan, sie ist für Makrofans eine tolle fotografische Spielwiese.
Die Tauchspots des Nabucco`s Nunukan Island Resorts decken sich zum Teil mit denen von Nabucco, die Insel hat aber einen Standortvorteil: sie verfügt über ein langes Hausriff, das bis auf über 40m Tiefe steil abfällt.
Je nach Strömungsverhältnissen, die exakt von den Guides benannt werden, fängt man am Ende des Stegs an und lässt sich wieder von einem der Tuk-Tuk Boote abholen oder lässt sich gleich irgendwo am lang gezogenen Riff ins Wasser werfen. Obligatorisch ist hierbei, gerade wenn man auf eigene Faust taucht, die Strömungsboje. Wunderschön bewachsene Spots stehen an der Steilwand genügend zur Auswahl. Und noch etwas: Nunukan hat einen netten, wenn auch kleinen Sandstrand, an dem es sich herrlich relaxen lässt und an dem die hübschen Bungalows stehen. Eine wahre Freude erlebt das Auge, speziell bei Sonnenuntergang, von der großen Terrasse aus mit Blick auf die weite Lagune. Beiden Resorts gemeinsam ist eine sehr gute Küche mit Allem, was man sich wünscht. Selbst auf eine gepflegtes Tröpfchen muss man nicht verzichten, dafür hat der Besitzer, selbst bekennender Gourmet und Weinberginhaber, schon gesorgt. Die Sundowner-Treffen an den Open-Air-Bars mit Tauchertratsch gehören genauso dazu wie der Eintrag auf der Basis- Liste, wo man am nächsten Tag in die warme und klare Riesenpfütze steigen möchte.
Ein besonderes Tauchhighlight und einzigartig auf der Welt sind zwei Quallenseen, die von den Nabucco- Resorts wöchentlich angefahren werden, aber das ist ein spezielles Thema der nächsten Seite. Bleibt jetzt nur noch eine Frage offen: warum eigentlich der Name Nabucco? Machen Sie sich nicht allzu viele Gedanken wie etwa das Streben eines unterdrückten Volkes nach Freiheit oder eines Titelhelden, der sich selbst zum Gott machen will und mit Wahnsinn geschlagen wird. Alles Fehlanzeige! Richtig ist, dass der agile Besitzer Walter Harscher während der Boot in Düsseldorf in einer edlen Pizzeria saß und sich vehemente Gedanken machte, wie man die Insel mit dem schier unaussprechlichen indonesischen Namen werbemäßig einfacher und prägnanter nennen kann. Jetzt dürfen Sie raten, wie die Pizzeria hieß!
 
Insidertipps
Lernen Sie ein paar Brocken des einfachen Indonesisch – die überaus freundlichen Indonesier freuen sich riesig darüber. Wer Zeit und Geld hat kann die Tour mit Landaufenthalt in Borneo kombinieren ( Flusstouren, Orang Utans Station) Die Jelly Fish- Schnorcheltouren auf das Ende des Tauchurlaubes legen, hier Infektionsgefahr der Ohren wegen sehr warmen Wasser. Prophylaxe wird empfohlen. Auch festes Schuhwerk mitnehmen

Medikamente gegen Seekrankheit evtl. nur für die längere Überfahrt nehmen (Achtung: bei auftretenden Nebenwirkungen nicht tauchen - Ärzte raten dringend ab, obwohl die Guides ab und zu Tabletten anbieten).
Links & Informationen
Literatur
Fischführer Südostasien, Autor Helmut Debelius und Rudie H. Kuitier
 
 
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Infos zum Land
Gesundheit Reise/Sicherheit WHO
 
 
Klartext - gut zu wissen
Kleine Inseln, wenig Taucher, für Beginner und Fortgeschrittene geeignet, nur wenige Tauchbasen. Einige Topspots im näheren Umkreis mit sehr guter Tier- und Korallenvielfalt. Absolut ruhig, Entspannung pur. Gepflegte Öko- Resorts mit guter Küche, Deutsche Basisleitung. Nunukan hat 4km langes und schönes Hausriff, auch Sandstrand zur Lagune hin. Sangalaki ( Mantas) nur 1 Stunde entfernt, wird jede Woche angesteuert. Einzigartige Jelly Fish Lake auf Kakaban und auch auf Maratua. Nächster Arzt: Dorfarzt von Maratua- 15 Minuten per Speedboot.
Weit entfernt, lange Flüge mit Umsteigen, langer Bootstransfer, schon obere Preisklasse. Eigentlich eine reine Tauchdestination, nur bedingt empfehlenswert für Nicht- Wassersportler. Nabucco verfügt über einen Mini-Sandstrand, kein Hausriff. Krankenhaus und Dekokammer nach westlichem Standart in Balikpapan- 20 Stunden ( Speedboot und Auto) Ab und zu hört man Dynamitfischerei, wird aber immer weniger Dank der Tauchbasen.
 
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