Palau
Seventy Islands
Tauchen 
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Schwierigkeiteinf.-schwer
Sichtweiten15-50m
Tiefe2-40m
Strömungwenig-viel
Wassertemp.27-31C°
Beste ZeitFeb-Nov
Im WasserAn Land
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Palau
Ozeanien - Palau
Bei Tauchumfragen über das beste Revier der Welt steht Palau immer unter den ersten drei. Warum ist einfach, hier gibt’s eigentlich alles: Steilwände, Wracks, Höhlen, Großfische, Korallengärten und noch viel mehr.
Östlich der Philippinen und nördlich von Neu-Guinea liegt der Tauchertraum Palau mitten im nördlichen Pazifik, der zur westlichen Inselgruppe der Karolinen gezählt und geographisch Mikronesien zugeordnet wird. Die Amerikaner und Japaner haben die Atolle und bildschönen Koralleninseln schon vor den Europäern als absolute Top-Tauch-Destination „entdeckt“, was aber mit deren Geschichte im Zweiten Weltkrieg zusammenhängt. Schwere Kämpfe lieferten sich hier die Japaner und die USA, deshalb auch die vielen Wracks. Palau war ab 1947 ein Distrikt des UN-Treuhandgebietes und wurde von den USA kontrolliert, erst 1994 wurde es offiziell unabhängig.
Schwindelerregende Steilabfälle, üppige Korallengärten, bunte Fischwelt, Großfischgarantie, Höhlen, Wracks, Quallenseen, die einmaligen Rock-Islands, klares Wasser und viele biologische Leckerbissen- das sind Palau`s wahre Reichtümer und Staatsjuwelen, die man mit einigen Gesetzen streng hütet. Rings um den kleinen Inselstaat gibt es einfach alles, was das bekannte Salz in der Suppe für Aquanauten ausmacht. Klar herrscht in Irian Jaya eine noch größere Artenvielfalt an Korallen und Fischen, in Truk Lagoon ruhen noch mehr Schiffsriesen, in Mexiko findet man spektakulärere Höhlen oder um die Galapagos Inseln und den Socorros kreisen viel mehr Großfische. Aber unbestrittener Fakt ist: nirgends auf der Welt gibt es so viele verschiedene Tauchhighlights in einem einzigen Land und im Umkreis von etwa 45 Bootsminuten von den Tauchbasen entfernt. Jeder renommierte Tauchreiseveranstalter weltweit hat deshalb diese Non-plus-Ultra-Destination in seinem Portfolio. Dementsprechend ist der Run auf das kleine Palau groß, der Spot steht auf der Wunschliste eines jeden engagierten Tauchers, egal woher er kommt. Mehrmals jährlich wird in allen Medien darüber berichtet und selbst Nichttaucher wissen mittlerweile bereits mit dem kleinen Land etwas anzufangen, was noch vor 20 Jahren undenkbar war.
So sind manche Spots zu echten Pilgerstätten der internationalen Tauchszene geworden wie etwa der Blue Corner, das Blue Hole, die Ngemelis und Peleliu Steilwände, die Candeliers Cave, die rostenden Kriegsschiffe oder Flugzeuge in den Lagunen oder der weltweit berühmte Jelly Fish Lake. Dies alles entdeckte als erster Francis Toribiong in den 70er Jahren, der bekannte Tauchpionier des Landes und Protagonist vieler Unterwasserfilme der Region.
Beginnen wir mit dem Blue Hole und dem anschließenden Blue Corner: Man taucht in das mystisch wirkende blaue Loch ein, lässt die grandiosen Stimmungen auf sich wirken und taucht unten wieder heraus. Anschließend driftet man mit der Schulter links an einer gigantischen und teils toll bewachsenen Steilwand entlang, der Tauchgang endet an einem der aufregendsten Plateaus der Welt, das von allerlei großen und kleinen Fischen sehr geliebt wird. An der Riffkante davor geht`s strömungstechnisch richtig zur Sache, man sollte sich per Riffhaken an einer geeigneten Stelle einklinken und den Film einfach vor sich ablaufen lassen, alles unter der Headline „Haiparade“. Voraussetzung bei beiden Spots ist eine gute Portion Erfahrung und genügend Luft in der Pulle mit wenig Verbrauch. Übrigens: Gefunden hat diese Kombination Pionier Toribiong im Jahre 1978, als er sich einfach mal treiben ließ von den Blue Holes aus und kaum seinen Augen traute, als er am Schluss an einer Ecke des Riffs von dutzenden Haien umkreist wurde.
Thema Drop- Offs mit Korallengärten: Steilwände sind für Taucher immer faszinierend, aber hier sind sie atemberaubend, denn sekündlich kann etwas Außergewöhnliches passieren. Zwischen 30-50 Minuten benötigt man mit einem Speedboot der Basen in Koror zu den legendären Steilwänden wie z.B. der Ngemelis Wall. Da die besten Steilabfälle Richtung Süden liegen, kommt man also täglich in den optischen Genuss der Traumkulisse von tropisch bewachsenen Koralleninseln, den weltbekannten Rock-Islands, durch die man mit Highspeed gleitet. Taucht man von einem Kreuzfahrtschiff aus, ist es noch einen Tick besser, denn man übernachtet dann zusätzlich noch innerhalb des malerischen Insellabyrinths. Ein weiterer Vorteil vom Liveaboard: als erster kommt man in den frühen Morgenstunden in den Genuss der Unterwasserwelt, was bezüglich der dicken Brocken spannender ist. Der Spot Big Drop-Off gibt seinem Namen alle Ehre, die Wand fällt auf fast 300m Tiefe ab und ist bilderbuchmäßig dekoriert. Hat man Glück, kann man sogar einen Nautilus sehen, der Kopffüßer der Urzeit wird von den Basen mit Futter ab und zu nach oben gelockt, ansonsten lebt er in tieferen Regionen. Außerdem wird die Wand von Tausenden tropischen Fischen beschlagnahmt. Auch am New-Drop-Off geht’s steil bergab, Haie sind ganz normal, Weich-, Fächer- und Rutenkorallen tolle Fotomotive. Eine Südinsel im Archipel ist Peleliu mit vielen taucherischen Specials. Superabstiege heißen Peleliu Cut, Yellow Wall oder Peleliu Express mit seinen Süßlippen- und Schnapperschwärmen. Wem es hier langweilig wird, der muss eigentlich abdanken.
Die etwa 350 Inseln des Archipels sind die Gipfel eines Gebirges, das sich vor Millionen von Jahren durch Plattenbewegungen der Erdkruste aus dem Pazifik erhoben hat. Somit findet man bei ihnen sowohl Vulkan- als auch Kalkgestein, das ideal ist zur Bildung von Grotten und Höhlen. Neben den Blue Holes, dem Siaes Tunnel, der Virgin Blue Hole ist die Chandelier Cave, die im Hafen von Koror ganz nahe bei den Tauchbasen liegt, ein absolutes Muss. Auf 4 m Tiefe liegt der Eingang zur ersten riesigen Halle, von deren Decke lange Stalaktiten herunter hängen. Das Wasser ist meist sehr klar und man erlebt eine fantastische Szenerie.
Palau lag strategisch wichtig und wurde deshalb von den Japanern zum Flottenstützpunkt ausgebaut. Bei dem Luftangriff der Amerikaner 1945, dem Gegenschlag zu Pearl Harbour, wurden über 60 Schiffe und Flugzeuge in den umliegenden Buchten versenkt. Das Helmet-Wreck war ein Versorgungsschiff und liegt jetzt zwischen 10-28m Tiefe, es wurde nach den vielen herumliegenden Helmen so benannt, die man noch heute sieht. Es hatte wie auch andere Schiffe Granaten und Munition sowie Ersatzteile für die Zero-Kampfflugzeuge geladen. Die Chuyo Maru ist ein 83m langer Frachter, dessen Brücke, Maschinenraum und Bordkanone interessant sind. Die Amatsu Maru ist mit 153m Länge der Riese unter den hier liegenden Pötten, liegt maximal 37m tief und wird von schwarzen Korallen besiedelt. Einige Flieger findet man selbst in niederen Tiefen, recht interessant und von Schwämmen und Korallen besetzt ist ein japanische Wasserflugzeug.
Der Jellyfish Lake auf der Insel Eil Malk, in dem man schnorcheln kann, ist eine Hauptattraktion. Seit Jahrhunderten leben Millionen nicht nesselnder Quallen darin, am Ufer wachsen Mangroven, auf deren Wurzeln sich Schwämme und Anemonen ansiedelten. Der See ist streng geschützt. Im Mandarinfish Lake leben die winzigen, farbenfrohen und fotogenen Mandarinfische. Nicht genug der Spannung! Selbst Tauchgänge mit Krokodilen in den Mangrovensümpfen werden für ganz Verrückte von den Basen organisiert. Aber keine Angst: ein Crocodil- Dundee ist immer dabei und überblickt das Geschehen.
Zuviel versprochen mit dem kleinen Staat? Ganz sicher nicht. Nur, wo Licht ist, gibt’s auch Schatten und das hängt mit der Kohle zusammen, die man dafür hinblättern muss, obwohl die Reisen schon deutlich „billiger“ geworden sind. Trotz Kontoplünderung ist der Trip, der mindestens 2 Wochen dauern sollte, jeden Dollar wert. Denn an diesen erinnern Sie sich auch noch, wenn Sie bereits Vieles vergessen haben. Vielleicht auch an den ehemaligen Präsidenten und obersten Naturschützer des Inselstaates, Tommy Remengesau, denn es kann sein, dass Sie dem auch mal an den Steilwänden unter Wasser begegnen. Er ist leidenschaftlicher Fan und aktiver Kämpfer für Haie und so wie das Land: einfach Klasse!
 
Insidertipps
Schnorcheln mit Delfinen und Tauchen mit Krokodilen möglich. Rundflug empfehlenswert, dabei Ausflug nach Angaur mit Museumbesuch und Relikte der Deutschen Zeit anschauen ( Palau war der „Platz an der Sonne“) Weiterhin interessant: Regierungssitz ( Kapitol), Männerhäuser, Naturkundemuseum. Tauchen im Norden der Insel ( evt. Mehrtagestrip). Die Reise am besten im Doppelpack mit Yap buchen, dem Königreich der Mantas.
Links & Informationen
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Infos zum Land
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Klartext - gut zu wissen
Naturschutzgebiete mit Traumkulissen, für Beginner und Fortgeschrittene geeignet, gutes Angebot an Tauchbasen ( auch Deutsch sprechend), einige Liveaboards. Absolute Topspots, hervorragendes Allround-Gebiet, immense Tiervielfalt, das Non- Plus- Ultra für viele. Ärztliche Versorgung sehr gut.
Weit entfernt, lange Flüge, es muss tiefer in die Tasche gegriffen werden. Von Koror aus mit Tagesbooten ca. 30-45 Minuten Anfahrtsweg zu den besten Spots, an manchen Spots liegen mehrere Boote. Wetter nicht so beständig, kann auch mal regnen. Eigentlich ein reine Tauchdestination, bedingt empfehlenswert für Nicht- Wassersportler.
 
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