Süd-Male-Atoll
Grauer Riffhai am Embudu Corner
Tauchen 
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Schwierigkeiteinfach-mittel
Sichtweiten15-50m
Tiefe2-30m
Strömungwenig-stark
Wassertemp.27-30C°
Beste ZeitFeb-Apr
Im WasserAn Land
Grossfische
Fische
Korallen
Wracks
Höhlen
Steilwände
Hausriff
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Süd-Male-Atoll
Asien - Malediven
Vom Airport ist dieses kleinere Atoll nicht weit entfernt und wird nur vom Nord- Male- Atoll durch den Vadoo-Kanal getrennt. Hier liegen einige weltbekannte Tauch-Klassiker.
Das über die gesamte Fläche messende 21 x 35 Kilometer große Süd- Male –Atoll ist hotelpolitisch fast ausgereizt. Von den 32 Inseln sind 17 für den Tourismus freigegeben und nur 3 werden von Einheimischen bewohnt. Die anderen Eilande sind zum Bebauen weniger geeignet. Wie bei vielen Inseln hat man auch in diesem Atoll, das als zweites für den Tourismus erschlossen wurde, einige Inseln künstlich vergrößert bzw. erweitert. Die englischen Fachbegriffe dazu klingen etwas sonoriger: landscaping und dredging - gemeint ist aber dasselbe. Fakt ist, dass durch die Sandpumpen und Gründungen einige Riffe schon in Mitleidenschaft gezogen wurden.
Das Atoll wird durch den 4 km breiten und 1800 m tiefen Vadoo-Channel vom Nord-Male-Atoll getrennt, hat also eine ideale Lage für die nördlich gelegenen Inseln des Atolls in punkto Transferzeiten. Der Kanal ist berühmt-berüchtigt durch seine teils kräftigen Strömungen, für Taucher als herrliche Drifttauchgänge mit viel Fischaction und für manches Schiff als Endlager, das danach aber relativ schnell von Korallen in Besitz genommen wurde. Die Korallenpolypen sind ja bekanntlich auch die erfolgreichen Baumeister der Atolle, dieser ringförmigen sowohl unter als auch über Wasser liegenden Gebilde aus Kalkstein. Sie sind auch genau die Eyecatcher aus der Vogelperspektive, denn zu jedem Atoll gehören türkisfarbene Lagunen und meist herrlich weiße Sandstrände oder Sandinselchen. Also genau das, was sich mit dem Begriff „Malediven- like“ sofort in unseren Köpfen assoziiert.
Es sind echte Klassiker und das seit vielen Jahren: Embudu, Cocoa Island, Palm Tree, Rannaalhi, Finaalholi, Olhuveli, Velessaru oder Vadoo. Offiziell besuchen darf man die zwei Einheimischeninseln Maafushi und Gulhi, auf denen noch Mattenflechter und Dhonibauer ihr traditionelles Handwerk ausüben
Zum High-Voltage-Spot des gesamten Atolls haben die Basenleiter den „Embudu-Express“ gekürt, allerdings nur, wenn es dort auch Unterwasser ordentlich zieht. Für erfahrene Taucher ist dann in diesem Naturschutzgebiet Action pur mit Grauhaien, Adlerrochen und Thunfischen angesagt. Am besten ist der Tauchgang bei incoming tide, also wenn das klare Wasser vom offenen Ozean in das Atoll fließt. Vor dem Kanal wird auf ca. 30 m abgetaucht, dann versucht man an bestimmten Stellen sich per Strömungshaken einzuklinken und lässt die spektakuläre Schau an sich vorüberziehen. Wenn die Nullzeit sich so langsam dem Ende neigt, geht’s langsam wieder aufwärts – meist an den Kanalecken und anschließend lässt man sich einfach in dem „Fluss“ treiben. Vorbei an farbigen Riffen mit großen Gorgonien, Überhängen mit kleinen Weichkorallen und an vielen Putzerstationen. Ist man auf etwa 9 m Tiefe angelangt, schießt man seine Strömungsboje nach oben und verbratet noch die restliche Luft bis 40 Bar in geringen Tiefen. Die Dhonifahrer und Helfer sehen somit schon von oben, wo sich ihre Schäflein rumtreiben und können so gegebenenfalls schnell agieren.
Ähnlich geht’s im südlichen Guraidhoo-Kanal zu, der ebenfalls zum Naturschutzgebiet deklariert wurde. Südlich der gleichnamigen Insel sind zwei Kanäle, der eine ist wunderschön mit Weichkorallen verziert, der andere ähnelt dem Eingang des Embudu-Kanals. Hier wird immer mit der Möglichkeit getaucht, Größeres vor die Maske zu bekommen. Viele kleine Höhlen zeichnen das „Potato-Reef“ (6-35m Tiefe) aus und auch ein Wrack ist dem Thila vorgelagert. Eine echtes Drop-off ist die „Wall“, im Freiwasser des Kanals ziehen ab und zu größere Vertreter vorbei. Vor der Insel Dhinganfinolhu hat man als Tauchattraktion 1991 einen 70m langen Frachter am „Kuda Giri“ auf den 34 m tiefen Grund gesetzt, dessen Aufbauten mit knallroten Schwämmen bewachsen sind und in dem es nun viele Versteckmöglichkeiten für Krebse und Fische gibt. Ein bekannter und gern besuchter Platz ist die große Höhle „Cathedral“, in ihr lässt es sich herrlich und einfach tauchen, ganz ohne Beklemmungsängste.
Direkt am Kanal thront die Insel Vadoo und am nördlichen Ende des Vadoo Riffes die seit langem bekannten „Vadoo Caves“. Der riesige Überhang ist komplett mit fotogenen Weichkorallen ausstaffiert und schon ortstreu steht ein faszinierender Schnapperschwarm. Davor patrouillieren nicht selten Weißspitzenhaie und Makrelen, es ist also einiges los in dem Eck. Wer viel Kleinzeug mag, speziell zum Fotografieren, dem sei das Vadoo- Hausriff empfohlen: verschiedene Gobbies in Symbiose mit Krebsen, bunte Blennies, verschiedene Nacktschnecken, skurril aussehende Skorpionsfische oder die scheuen Sandaale sind lohnende Objekte. Gerade am Nachmittagstauchgang blitzt es an diesem Platz an allen Ecken und Enden- ein beliebter Spot auch für die detailverliebten japanischen Taucher, die alle überwiegend gerne mit Makrolinsen auf Fotojagd gehen.
Die immer wiederkehrende Frage ist: Wann soll man nun am besten auf die Malediven reisen? Nicht einfach zu beantworten, gerade heutzutage, da wettertechnisch immer wieder neue Kapriolen ablaufen. Als generell richtige Aussage aber gilt: die wohl beste Reisezeit spielt sich innerhalb des Nord-Ost Monsuns ab, also etwa von November bis April. Da aber die Wellen dann genau von dieser Himmelsrichtung kommen, sind die Tauchplätze auf der anderen Seite des Atolls, also die im Südwesten oder im Westen gelegenen, dann am angenehmsten. Schauen wir uns die Maledivenkarte dazu an, kann mans einfach salopp so ausdrücken: Ziehts von oben rechts, taucht man bestens unten links! Dann wäre da noch der Süd-West Monsun von etwa Mai bis Oktober, der aber meist Regen mit sich führt. Ausnahmen bestätigen mal wieder die Regel, wir hatten schon zwei Wochen lang kein Wölkchen am Himmel in den Sommerferien und anschließend regnete es eine Woche durch
Egal wann Sie reisen, die Luftfeuchtigkeit ist tropisch hoch und etwas frösteln werden Sie höchstens nach langen ausgedehnten Tauchgängen, wenn Ihnen anschließend auf dem Dhoni der Fahrtwind um die Ohren pfeift. Aber dafür gibt’s das obligatorische Stirnband. Spätestens an Land ist es wieder herrlich warm und auch nachts kühlt es selten unter 25 Grad ab. Malediven- like eben, so wie wir es lieben.
 
Insidertipps
Lernen Sie ein paar Brocken Dhivehi – die freundlichen und immer hilfsbereiten Guides oder die Crew freuen sich darüber. Ideal für Nitrox. Strömungsboje und Lampe nicht vergessen. Denken Sie auf jeden Fall an Ihre eigene Hausapotheke und auch an Sonnenschutz- und Mückenmittel. Wasser aus den Leitungen sollte man nicht trinken, trotz Wasseraufbereitungsanlagen. Taucher müssen wie überall in den Tropen viel Wasser trinken.

Kleine Malediven-Kunde

Giri = Unterwasserberg, der fast bis zur Oberfläche kommt.
Thila = kommt meist nur bis 10-8 m
Faru = Langgezogenes Riff, das meist in der Mitte eine Lagune hat
Kandu = Kanal
Links & Informationen
Riff-Führer Indischer Ozean, Autor Helmut Debelius, Kosmos-Verlag
Tauchreiseführer Malediven Munzinger/ Käsinger (Verlag Müller- Rüschlikon)
 
 
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Infos zum Land
Gesundheit Reise/Sicherheit WHO
 
 
Klartext - gut zu wissen
Für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet, viele Topspots im Süd-Male-Atoll mit viel Fischaction, tollen Korallen, einigen Wracks und Grotten. Die nördlichen Tauchbasen fahren auch zu den Spots des südlichen Nord-Male-Atolls. Eigentlich ein Ganzjahresziel, kommt immer auf die jeweiligen Atollseiten an, wo man dann taucht. Für Taucher geeignet, die sowohl die Ruhe genießen als auch Unterwasser einiges sehen wollen. Tauchausfahrten meist morgens und nachmittags, ab und zu auch Tagestrips. Absolute Traumstrände, tolle Resorts: von Mittelklasse bis Luxusklasse alles möglich. Landausflüge werden mit angeboten, z. B. Male. Ärztliche Versorgung und Dekokammer nicht weit entfernt. Familientauglich.
Weit entfernt, langer Flug. Zwei Wochen sollten es schon sein. An manchen Topspots ist man nicht alleine. Preislich schon im höheren Segment angesiedelt. Je nach Lage der Insel kann man Flugzeuge hören (und sehen).
 
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