Malapascua
Putzerstation
Tauchen 
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Schwierigkeiteinfach-mittel
Sichtweiten10-30m
Tiefe15-40m
Strömungwenig-mittel
Wassertemp.26-31C°
Beste ZeitNov-Jun
Im WasserAn Land
Grossfische
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Korallen
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Malapascua
Asien - Philippinen
Haie, Wracks und Schlangen- das sind die Pfunde der Koralleninsel nordöstlich Cebus und versprechen Sternetauchen.
Der erste Eindruck nach acht Kilometer Bangkafahrt aus etwas Entfernung: wir kommen auf eine typische Malediven- Resortinsel. Palmengesäumte Traumstrände wie der Bounty Beach mit Bungalows vor einem türkisfarbenen Meer, einfach herrlich. Einige Unterschiede gibt’s aber dann doch beim näheren Hinsehen. Etwa 4000 Menschen leben zusammen mit Touristen auf der Visayas-Insel, sie ist also schon größer. Auf den Malediven unterscheidet man, außer auf dem südlichen Gan, streng zwischen Touristen- und Einheimischeninseln, hier lebt man ganz gut zusammen. Auch die Infrastruktur ist eine ganz andere. Die ehemals verschlafene Insel hat sich in den letzten Jahren zu einer touristischen Hochburg gemausert, das kann man mittlerweile schon so sagen. Verschiedene Kneipen, Restaurants und momentan auch 40 Resorts- vom dünnen bis zum dickeren Geldbeutel, stehen zur Verfügung. Insgesamt ein knappes Dutzend Tauchbasen bieten vor Ort ihre Dienste an. Also alles andere als der erste Eindruck, was aber nicht negativ gemeint sein soll. Man hat die Qual der Wahl und nicht alles ist golden!
Für die Einheimischen spielte natürlich früher der Fischfang die Hauptrolle, heute verständlicherweise nun verstärkt der Tourismus, hiermit sind die Pesos schneller verdient. Auf der Insel fahren wenige Autos, nur einige Mopeds, die als Taxis dienen. So richtige Straßen braucht man deshalb auch nicht, es sind nur Wege, auf denen man sich besonders nachts leicht verlaufen kann. Von offizieller Seite hieß es einmal, dass die Touristenanzahl auf dem gerade mal 2km langen und 800-1000m breiten Malapascua auf eine bestimmte Zahl limitiert sei. Dennoch entstanden immer mehr kleinere Beach-Resorts und Tauchbasen, Theorie und Praxis liegen schon etwas auseinander. Trotzdem geht es auf der Insel meist noch beschaulicher zu als im nahen „Festland“, aber einsam wie früher kommt man sich garantiert nicht mehr vor. Besonders an den Wochenenden tanzt der Bär, denn dann strömen die Philippinos aus dem nahen Cebu zum Relaxen hierher und dies tun sie auf eine etwas andere Art…
Auf die Insel kommt man von Cebu-City bzw. dem Airport in ca. 3,5 Stunden Autofahrt und einem halbstündigen Bootstransfer mit einem typischen Auslegerboot. Bei richtig schlechtem Wetter ist kaum ein Bootstransfer möglich, auch nicht zurück. Das sollte man im Hinterstübchen behalten. Das Eiland liegt übrigens zu weit von den anderen Basen der Visayas entfernt, um es per Banca in das Inselhüpfen zu integrieren. Das heißt im Klartext: Hat man diese Insel ausgewählt, sollte man sie am Anfang oder am Ende der Reise einplanen, denn um einen rückwärtigen Autotransfer kommt man kaum herum. Eine Woche sollte es schon sein auf Malapascua, denn den Tauchern steht eine Latte an Tauchplätzen als Programm der Basen zur Verfügung. Bekannt wurde das Revier ursprünglich wegen „der schlafenden Haie“ von Gato, der Seeschlangen und ein paar Wracks. Heute kommen Taucher hauptsächlich, um den eleganten Fuchshaien zu begegnen, von denen immer wieder berichtet wird.
Das etwa 40 Minuten per Bootsfahrt abgelegene nördliche Felseninselchen Gato ist mit seinen Höhlen, den „schlafenden Haien“ in seinem Tunnel, den man durchtauchen kann und fast einer Seeschlangen-Garantie immer noch ein Sterneplatz, obwohl seit fast 40 Jahren hier getaucht wird. Mittlerweile hat man es zum Marinepark erklärt, was dem Revier ganz gut tut. Zu den schlafenden Haien: die nachtaktiven Jäger dösen gerne in dem Tunnel, denn sie brauchen ja auch tagsüber permanent etwas Strömung durch ihre Kiemen. Rund um die Insel gibt’s interessante Motive im Nahbereich, auch Seepferdchen sind keine Seltenheit.
Wracks gefällig? Kein Problem! Die „Dona Marilyn“ ist ein 90m langer Frachter, der 1982 während eines Taifuns sein ewiges Grab ganz im Norden von Malapascua gefunden hat. Sie liegt steuerbords auf Grund in 32 m Tiefe und ist im Laufe der Jahre von der Natur vollends in Beschlag genommen worden. Namenlos ist ein anderer Pott. Im Jahre 1944 wurde ein japanisches Transportschiff von US-Flugzeugen getroffen und versenkt. Das farbige Wrack ist nicht schwer zu betauchen, da es zwischen 18 und 27 m Tiefe liegt. Die Oase im Meer ist ein Meeting Point für Jungfische, Seepferdchen und auch Anglerfische. Auch für Anfänger geeignet ist das „Don Macario Wreck“, es liegt nur 19m tief, drei weitere japanische gesunkene Schiffe sind aber mit Tiefen zwischen 30-40m nur für Erfahrene der Pressluftzunft.
Westlich vor Malapascua ist der Platz „Lapus Lapus“ ein unbedingtes Muss für herrliche Korallenformationen. Ob weiche oder harte, hier ist alles in feinster Manier vertreten und auch der Makrobereich ist eine wahre Schau. Nichts zu tun hat der Name des Paradeplatzes mit dem gleichnamigen Zackenbarsch ( den man gerne auf den Speisekarten findet) oder dem ehemaligen berühmten Freiheitskämpfer, der Name stammt einfach von den einheimischen Fischern.
Doch die eigentliche Hauptattraktion sind für viele weit gereiste Taucher die seltenen Fuchshaie. Um sie vor die Maske zu bekommen, darf man nicht zu den Langschläfern zählen. Am besten beobachtet man sie in der Morgendämmerung, kurz nachdem die blutrote Sonne hinter der Insel Leyte aufgeht. Der Weckdienst der Tauchguides klopft um fünf Uhr in der Frühe erbarmungslos am Bungalow, dann werden schnell die Tauchklamotten gepackt und etwa eine halbe Stunde mit der Banca gefahren. Tee und Kaffee gibt’s unterwegs. Eine „versunkene Insel“ namens Monad nennen die Philippinos das Unterwasserplateau mit einem Durchmesser von etwa 1,5 km, das bis auf etwa 12 m Tiefe unter die Oberfläche ragt. An einer bestimmten Stelle auf etwa 23 m Tiefe, dem „Shark Point,“ kann man die eleganten Räuber mit ihrer langen Schwanzflosse und den Kulleraugen beobachten. Ruhe und Geduld sind Voraussetzung dazu, denn die bis 4m langen Tiere sind scheu. Was sie hierher zieht ist die alltägliche Morgentoilette, denn sie wollen geputzt werden. Immer wieder zieht es sie an einen bestimmten Felsen, an dem die kleinen Putzerfische ans Werk gehen. Mit Nitrox kann der Tauchgang schön verlängert werden, ohne im Freiwasser lästige Dekozeiten abzuhängen. Sicherlich ein Tauchgang, den man nie vergisst! Wenn man sie denn auch sieht…
Wichtig zu wissen, wer Malapascua ins Auge fasst: Am Wochenende geht’s meistens rund auf der Insel, dann feiern die Einheimischen mit Disko, Tischfussball oder Billiard oder manche Touris versuchen im Sunsplash in die „Hall of Fame“ zu kommen, dem Nationenkampf im Komasaufen und Schnaps-schnell-trinken. Na ja, wer`s braucht… Das Tauchen jedenfalls kann man sich mindestens am nächsten Tag getrost abschminken, verantwortlich denkende Guides schauen da schon drauf.
Fazit: Die Insel ist Tauchern zu empfehlen, die nicht unbedingt die absolute Ruhe brauchen, um sich zu entspannen, sondern schon mal gerne am Abend einen Zug durch die Gemeinde machen mit Allem, was dazugehört.

Pflicht im Wasser:

ung 9 km, 23 Minuten Fahrtzeit, 3-Sterne Platz, UW-Plateau, Level AOWD
Gato Island: Entfernung 17 km, 42 Minuten Fahrtzeit, 5-Sterne Platz, Höhle- Abhang, Level AOWD
Lapus Lapus: Entfernung 3 km, 8 Minuten Fahrtzeit, 4-Sterne Platz, Abhang-Überhänge, Level AOWD
Dona Marilyn: Entfernung 32 km, 92 Minuten Fahrtzeit, 3-Sterne Platz, Wrack, Level AOWD
Calangaman Island: Entfernung 27 km, 67 Minuten Fahrtzeit, 4-Sterne Platz, Abhang, Level OWD
Hausriff: Entfernung 0,5 km, 2-Sterne Platz, Hang- Wand , Level, OWD
Lighthouse: Entfernung 1.5 km, 5 Minuten Fahrtzeit, 4-Sterne Platz, Spät-Nachmittag und Nachttauchen, Level OWD

Kür an Land:
Leuchtturm, Dorf Logon, Schlangengrube mit Pythons, verschiedene Kneipen und Restaurants der Insel.
 
Insidertipps
Lernen Sie ein paar Brocken Philippinisch – die freundlichen und immer hilfsbereiten Einheimischen freuen sich darüber. Denken Sie auf jeden Fall an Ihre eigene Hausapotheke und auch an Sonnenschutzmittel. Wasser aus den Leitungen sollte man nicht trinken. Mückenmittel nicht vergessen. Bei Preisen in Restaurants müssen zusätzlich 10 % Tax und 10 % Service Charge addiert werden. Landausflüge möglich. Die Tauchspots eignen sich für 1 Woche, dann hat man alles mindestens 1 x gesehen. Kombination z. B. auch mit Moalboal auf Cebu möglich.
Links & Informationen
Apa-Guide Philippinen
Merian Philippinen
Action Asia The Philippines
Fischführer Südostasien, Autor Helmut Debelius und Rudie H. Kuitier.
Riffführer Südostasien, Autor Helmut Debelius, Kosmos-Verlag
Tauchreiseführer Philippinen, Munzinger/Käsinger, (Verlag Müller Rüschikon)
 
 
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Infos zum Land
Gesundheit Reise/Sicherheit WHO
 
 
Klartext - gut zu wissen
für Beginner und Fortgeschrittene geeignet, einige schöne Spots im Umkreis für Haie, Wracks, Schlangen und Riffe. Viele Tauchresorts und Basen, teils deutschsprachig. Gutes Preis- Leistungsverhältnis, Ganzjahresziel. Für Taucher geeignet, die nicht nur Ruhe benötigen. Toller Strand ( Bounty Beach). Kann gut mit anderen Zielen der Visayas kombiniert werden.
Weit entfernt, lange Flüge mit Umsteigen, zusätzlichem Auto- und Bootstransfer. Bedingt durch die längere Anreise nicht für einen Kurztrip geeignet. Schon einiges los auf der Insel, besonders an den Wochenenden durch philippinische Gäste aus Cebu. Nächste Dekokammer weit entfernt in Cebu-City. Passt nicht gut in das Island-Hopping, Transfer dazu wieder nötig.
 
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