Costa Brava Nord
Drachenkopf
Tauchen 
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Schwierigkeiteinf.-schwer
Sichtweiten10-30m
Tiefe5-40m
Strömungwenig-mittel
Wassertemp.14-24C°
Beste ZeitMai-Okt
Im WasserAn Land
Grossfische
Fische
Korallen
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Costa Brava Nord
Europa - Spanien
Ein traumhaftes Fleckchen im nordöstlichen Küstenstreifen von Katalonien erstreckt sich von der spanisch- französischen Grenze bei Pourtbou bis nach Roses- über und unter den Wellen.
Drei Tauchreviere möchten wir Ihnen in dieser Region vorstellen: Cadaques, Cala Joncols und Roses, alle drei für das Mittelmeer absolute „Hochkaräter“. Kurz vor Roses zeigen bereits die Schilder zu einem Schmuckstück an der Costa Brava in Richtung Gebirge und schön kurvig geht’s nach Cadaques, weltbekannt durch Salvatore Dali. Selbst kritische Stimmen, die den Tourismus an der wilden Küste etwas anders sehen, sind sich meist einig, dass der Ort und die Gestaltung mehr als gelungen ist. Es herrscht zwar ein gewisser Bauboom, allerdings mit strengsten Auflagen in der Architektur. Cadaques wächst also weiter, auch ohne sein großes Genie. Ein Besuch im heutigen Dali-Museums-Haus in Portlligat ist jedenfalls ein Muss.
Mehrere Basen sind in dem schmucken Örtchen ansässig, kein Wunder! Das Tauchen ist nämlich exzellent, denn wir befinden uns im nördlichen Teil des Nationalparks Cap de Creus, der sich bis nach Roses erstreckt. Die besten Spots, die zwischen dem nördlichen Massa de Oro und dem südlichen Katzenfelsen El Gato liegen, werden natürlich immer per Schiff angesteuert. Ein paar „Wrackmente“, die von dicken Congern bewohnt werden, liegen nicht weit vor Ort. Der beste Platz, viele sprechen sogar vom besten der gesamten Costa Brava, ist bei Massa de Oro an der vorgelagerten Insel „La Rata“, die durch einen richtigen Wildwuchs an Gorgonien besticht und an dem ein Dutzend Zackenbarsche fürstlich residieren. Schulen von Barrakudas sind ebenfalls keine Seltenheit, ebenso weiterhin viele Schwarmfische. Doch der Platz ist nur etwas für fortgeschrittene Taucher und kann aufgrund von meist starken Winden und Strömungen recht selten betaucht werden. Viele verschiedene Nacktschnecken kann man übrigens vor der Isla Messina beobachten. Weitere interessante Plätze finden sich bis zur französischen Grenze, an denen auch einmal Heringskönige oder Mondfische zu sehen sind.
Augen auf beim nächsten Platz, denn der ist alles andere als gut zu finden: Cala Joncols. Der beliebte und weltweit agierende Veranstalter Euro Divers hat sich abseits des Tourismus in einer Traumbucht im Herzen des geschützten Parks Cap de Creus fest verankert. Das Tauchresort namensgleich mit der Bucht, gilt als eine der ganz feinen Adressen mit seiner exzellent geführten Basis. Zu erreichen ist das „kleine Paradies“ nur von Roses aus und quer durch die Pampa. Zuerst auf einem engen, aber geteerten Weg, später auf Schotter und Sand, also absolut nichts für tief liegende Sportwagen. Nur Insider kommen hierher- wir sind abseits des spanischen Touristenstromes. Für die etwa 12 Kilometer von Roses muss man getrost 45 holprige Minuten kalkulieren, die Fotopausen an den grandiosen Ausblicken auf die bizarre Küste kommen noch dazu.
Am Ende eines wilden Tales steht das kleine, familiär geführte Tauchhotel unter freundlich spanischer Leitung. Im Nu hat man sich in das nette Fleckchen mit Bar, Restaurants und einem Pool in herrlicher Gartenanlage vor der einsamen Bucht verliebt. Und eigentlich könnte man super relaxen, wäre da nicht das Angebot der Eurodivers. Echte Vollprofis sind hier am werkeln und es gibt taucherisch eigentlich nichts, was es nicht gibt. Vom Biologie- bis zum Rebreatherkurs und das in 5 Sprachen. „Eurodivers“ eben.
Mehrmals täglich fährt das Tauchschiff, das direkt in der Bucht ankert, links und rechts der Bucht die fast zwanzig verschiedenen Spots an, die zwischen 5 und 30 Minuten entfernt sind. Manche der Plätze überlagern sich mit dem Angebot von Cadaques, manche mit dem von Roses, aber das wird wirklich nie zum Massenproblem. In unmittelbarer Nähe liegt Cabo Caverna am nördlichen Zipfel der Cala Joncols, an dem sich Hunderte von eleganten Fahnenbarschen wohl fühlen. Weiter drunten strecken uns Langusten ihre Antennen entgegen und an der Steilwand leben neben weißen Hornkorallen sogar standorttreue Seepferdchen, im Höhleneingang wohnen fotogene Schamkrabben. Mit Schluchten und Spalten durchzogen ist der Platz La Trona bis etwa 25 m Tiefe. Schalentiere wie die Galatea, der Bärenkrebs und Langusten entdecken wir in der Nähe der farbigen Fächerkorallen. Im oberen Bereich grasen verschiedene Nacktschnecken, die Bucht ist gerade für diese Spezies ein gefundenes Fressen. Und dies alles sehen wir bereits nach einer 5-minütigen Bootsausfahrt! Für Höhlenfreaks gibt’s ebenfalls ein Schmankerl und das Hausriff, nämlich die gesamte Bucht, ist ebenfalls interessant. In den Ferienzeiten wird diese allerdings von vielen Schiffen besucht, was das selbstständige Tauchen aus Sicherheitsgründen dann etwas einschränkt. Frühjahr, Frühsommer und Herbst sind daher die besten Zeiten für die Cala Joncols und dann findet man die Costa Brava auch so vor, wie man sie sich auch wünscht. Speziell am Cap Norfeu wird’s einem wirklich taucherisch nie langweilig, wir haben hier zig Dutzende Tauchgänge auf den Flossen.
Dies ist auch einer der Paradeplätze von Roses aus, allerdings braucht man hierher dann etwas länger. Also last, not least ist Roses, der erste große Touristenort nach der französisch-spanischen Grenze am südlichen Teil des Naturschutzparks und am nördlichen Ende eines langes Sandstrandes, der Bahia de Roses gelegen. Merken Sie sich also die Ausfahrt Nr.3 der Autostrada A 7, denn die führt zunächst nach Santa Margarida, wo manche Hotels und Appartements echt zu hoch und zu groß ausgefallen sind. Richtung Altstadt, vorbei an der bekannten Festungsanlage Ciutadella aus dem 16. Jahrhundert, wird’s dann aber verwinkelter und auch wieder gemütlicher. Eine handvoll Tauchbasen operieren von hier in Richtung Cap de Creus, einer der meist betauchten Spots ist El Gato, übersetzt „die Katze“ am Cabo Norpheo. Um den markanten Felsen werden nicht selten Mondfische gesichtet und zwischen einem Canyon lauern mehrere standorttreue Zackenbarsche. In Nischen und Höhlen leben Gabeldorsche, Oktopusse und Muränen und im oberen Bereich kreisen silbern glitzernde Brassenschulen umher. Nur eine Basis hat übrigens die Genehmigung, von Roses aus an den südlich gelegenen Islas Medas zu tauchen. Ihr Trumpf: sie haben also gleich zwei Naturschutzparks in ihrem Repertoire.
Ein Tauchclub vom nahen Figueras hat am Cabo Trencat eine kleine Bronzestatue, die „Sirene“, in 28 m Tiefe aufgestellt und um den gesamten Platz herrscht enorme Artenvielfalt. Hunderte von Mönchsfischen empfangen uns bereits in niederer Tiefe, ganz unten wachsen an schattigen Standorten neben Krustenanemonen die edelsten aller Hornkorallen, die Corallum rubrum, deren Polypen acht gefiederte Tentakeln besitzen. Selbst Stech- Zitter- Marmor- und Adlerrochen werden immer wieder um das Cap gesichtet und im Februar ziehen an dieser Küste, allerdings weiter draußen, sogar Fin- und Pilotwale entlang Richtung Korsika.
Wenn Sie jetzt nach unseren nicht übertriebenen Schwärmereien noch immer nicht Blut geleckt haben für die Costa Brava, haben Sie wirklich Pech gehabt, denn Ihnen entgeht ein Toprevier im Mittelmeer! Wir fahren jedenfalls jährlich hin, die wilde Küste wurde für uns seit vielen Jahren zur taucherischen Droge unter den Nahzielen im Euroland.
 
Insidertipps
Schönes Hinterland, bekannte Weingüter, Dali-Museum in Figueres und Cadaques (in Hauptsaison nur nach Voranmeldung). Per Jeep auf den legalen Wegen am Cap. Kloster San Pere de Rodes, „weltbestes“ Restaurant „El Bulli“ an der Cala Montjoi, mindestens ein Jahr zuvor Anmeldung erforderlich. Schildkrötenfarm, in der Nähe auch Süßwasserschnorcheln möglich.
 
 
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Infos zum Land
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Klartext - gut zu wissen
Naturschutzpark Cap de Creus, wild und fast ursprünglich. Viele Fische überall! Cala Joncols: tolle Bucht, für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet, Kindertauchen und viele Kurse, auch Rebreather, möglich. Appartements auch für Selbstversorger. Roses: Günstige Gruppenunterkünfte für Selbstversorger, familiengeeignet, gute ärztliche Versorgung, Langer Sandstrand. Tolle Wanderungen möglich am gesamten Cap de Creus. Preiswerte und kurze Flüge nach Girona. Kulturell überall etwas geboten.
In den Ferienzeiten (Ostern, Pfingsten) meist viele Taucher, Anmeldung daher immer notwendig. Per eigenem Auto an die Costa Brava nicht billig. Holpriger Weg zur Cala Joncols , die Bucht liegt schon ein Stück abseits (was aber auch ein Plus ist !) Unterkünfte in Cadaques nicht gerade preiswert, in der Hochsaison viele Touristen.
 
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